Die Geschichte der Rasur - warum rasieren wir uns überhaupt?

Bestimmt hast du dich bei der Rasur schon das eine oder andere Mal gefragt, wieso du das eigentlich machst. Klar, manchmal sind Haare einfach nervig. Oftmals geht es beim Rasieren, oder auch nicht Rasieren, aber auch um einen Trend. Schließlich kann man nicht nur die Haare auf dem Kopf in verschiedenen Frisuren tragen. 
Seit wann rasieren wir uns eigentlich? Welche Motivation steckte dahinter und welche Werkzeuge gab es eigentlich vor dem Rasierhobel, Systemrasierer und Co.? 

Seit wann gibt es die Rasur? 

Die Rasur hat keinen klaren Ursprung, so ganz genau weiß man also nicht, wo sich der Mensch als erstes rasiert hat. Denn überall auf der Welt hat er angefangen Körperhaare aus verschiedenen Gründen zu entfernen. 

In der Eiszeit haben Männer vor allem ihre Bärte rasiert, um sich vor Kälte zu schützen, da es durch die Atmung an der Gesichtsbehaarung zu Erfrierungen kommen konnte. Außerdem störte ein zu langer Bart und war auch schwieriger, sauber zu halten.  

In Ägypten rasierte man sich bereits 10.000 v. Chr. aus ästhetischen Gründen. Das Schönheitsideal war damals ein Körper ohne Haare, egal ob bei Mann oder Frau. Und weil es sehr warm war, wurden auch die Kopfhaare abrasiert. Außerdem rasierten sich die Ägypter die Augenbrauen ab, wenn die Hauskatze gestorben war, als Zeichen der Trauer.  

Vor allem, um besser zu riechen, rasierten sich im 1. Jahrhundert auch die Römer. Auch sie hatten gewisse Schönheitsideale, die mit der Körperbehaarung zu tun hatten. Beispielsweise bedeutete ein gepflegter Bart, man sei zivilisiert. 

In der muslimischen Kultur ist die Rasur schon lange Tradition, sie gehört zum Reinlichkeitsgebot. So gibt es im Islam Vorgaben zu den Achselhaaren, Haaren im Intimbereich und welche Teile vom Bart rasiert werden dürfen und welche nicht. 

Mit der Weiterentwicklung der Werkzeuge und zunehmender Kommerzialisierung hielt der Rasur Trend schließlich 1970 in den USA Einzug. Alles rasieren war angesagt, besonders bei den Frauen. In Deutschland hingegen ließ man lieber alles wachsen. Der Trend, Achseln, Beine und Intimbereich zu rasieren kam erst später in Europa an.   

Welche Werkzeuge hat man früher verwendet? 

Klar, früher gab es noch keine Rasierer, Epilierer oder ähnliches. Deshalb mussten andere Mittel herhalten. Zum Rasieren wurden beispielsweise scharfe Steine und Bimsstein aber auch schon Wachs verwendet. 

Bimsstein

Das Rasieren mit Steinen und ähnlichen Materialien sorgte auch für den Begriff, denn das Wort "rasura" (lat.) bedeutet übersetzt schaben oder kratzen
Statt Pinzetten nutze man Muscheln, um Haare heraus zu zupfen. Die scharfe Kante der Muschel konnte zudem auch zum Rasieren verwendet werden. Teilweise wurden Haare auch vorsichtig abgebrannt. 

Mit der Erfindung von Werkzeugen aus Metallen waren in Sachen Rasierwerkzeuge schließlich kaum noch Grenzen gesetzt. So kam im 17. Jahrhundert dann das erste Rasiermesser auf den westlichen Markt, obwohl es schon viel eher erfunden wurde. Mit seiner Verbreitung entstand dann auch der Beruf des Barbiers. In der muslimischen Kultur war das Rasiermesser schon lange bekannt. 

Rasiermesser

1874 folgte der erste Rasierhobel in ähnlicher Form, wie es ihn heute noch gibt. In den 1980er Jahren gab es dann die ersten Systemrasierer als Weiterentwicklung des Rasierhobels. Erst dann fingen Hersteller an, mehr als eine Klinge einzubauen. Hinzu kamen bewegliche Schwingköpfe, elektrisch angetriebene Rasierer, Gel-Kissen und Lubrikationsstreifen, um sich von Konkurrenten abzusetzen.
Und mit ihnen jede Menge Plastik. 
Zum Glück kommen mittlerweile wieder mehr Menschen auf den Geschmack des eigentlich traditionellen Rasierhobels und versuchen, Wegwerfprodukte zu vermeiden. Und selbst professionelle Barbiere setzten für präzise Rasur auf den Rasierhobel. Gut, dass auch das minimalistische Design der Hobel wieder in ist und die bunten Plastik-Rasierer abgelöst werden können. Mit einem Rasierhobel sparst du dir nämlich den ganzen Plastik-Müll. 

Kennst du den truemorrow Rasierhobel schon? Wie du ihn benutzt findest du hier.